BEAU-tox! Ein Hoch auf die glatte Stirn
Botox- Was ist es? Wo kommt es her? Ja ja- ist gut, das kann ich mir wohl sparen, um hier nicht unglaubwürdig um die Ecke zu kommen.

Logisch bin ich auch in die Tsunamiwelle gerutscht, um meine Mimik-Fältchen und Stirnfurchen auszubessern. Allerdings war ich wie beim ‚ersten Mal‘ ein regelrechter Spätzünder. Während heute schon Teenies direkt vom Schulhof in den Schönheits-Kiosk einchecken, ist mir erst mit 35 aufgefallen, dass sich da was ungeliebtes in mein Antlitz „einfurcht“.
Angefangen habe ich damals mit den Linien auf der Stirn, einige Jahre später hat sich der Augenbereich in die gehässige Runde dazugesellt. Zuviel gelacht. Nicht mehr Lachen? Ne. Dann lieber ne Spritze.
‚Brauchst du noch nicht, warte noch, nichts zu sehen‘ höre ich meistens von denen, die selbst ihren Beautydoc-Terminen entgegehen sehen wie ausgehungerte Zucker-Junkies. Regel Nr. 1 also: Entscheide selbst, wann der Restaurierer ran muss. Jeder hat einen Spiegel und sollte für sich entscheiden, wann das Bügeltreatment in den Kalender kommt. Bei mir liegen die „Der Lack ist ab“ Termine immer im Abstand von 4 bis 8 Monaten. Das ist in der Tat stressbedingt, unterliegt den Wetterbedingungen wie Sonne und wird auch von kosmetischen Behandlungen beeinflusst. Ja, wirklich- benutzt man wie ich Ultraschall beim Einschleusen von Ampullen, dann verkürzt sich das Haltbarkeitsdatum. Genauso siehts bei täglichen Saunagängen aus. Regel Nr. 2: Nicht übertreiben sonst: Grusel-Visage a la Versace! Die Devise lautet: Fältchen weg ja, Mimik weg NEIN!

Aber das weiß man wohl erst, wenn man selbst mal eine fiese Botox-Gier-Erfahrung machen musste:

Ich wollte zu meinem 40. Geburtstag mit aller Macht ein glattes Babyface präsentieren und gleichzeitig meiner unqualifizierten Heilpraktikerin eine grosse Übungsfläche spendieren. Hektisch habe ich mich so richtig vollpumpen lassen- die wird das schon heilen! Das Ergebnis war leider zum Verstecken: Bei meiner eigenen Birthday-Party bin ich aufgelaufen wie ein Dackel mit gleichnamigen Blick. Das ganze Zeug hat sich nämlich nicht an die Vorschriften gehalten und bösartig auf das Auge gedrückt. Na klar, war ich Mittelpunkt der Party! Aber nicht als Geburtstagskind, sondern als stärkste Konkurrenz zu Kall Dall. Zum Glück war’s nicht so schlimm wie in der Vogue- Monsterabteilung. Kann aber auch sein, dass sich die Anwesenden mein Auge einfach nur wieder hochgefeiert haben…..